Schwedische Punschrollen

Weit und breit kein Mehl in Sicht? Und trotzdem Lust auf selbstgemachten Kuchen??? Dann ist ein bisschen Kreativität gefragt. Oder man schaut sich mal in den Nachbarländern um. Eines meiner Lieblingsrezepte kommt – mal wieder – aus Skandinavien: schwedische Punschrollen.

Die Schweden und ihre Süßigkeiten

„Süßkram“ war in Skandinavien schon immer sehr viel teurer als bei uns. Oft gehandelt in kleinen Zuckerstuben, kleine Lädchen mit einer Mischung aus bunten Süßigkeiten und frischen Backwaren. Aber völlig anders als unsere Konditoreien. Nicht so steif, sondern eher fröhlich. Unkompliziert.

Nicht nur in Schweden liebt man es süß. Doch wer eher ländlich lebt, muss sowieso viel mehr aus dem Vorrat improvisieren. Auch heute noch. Und momentan sowieso. Die Punschrollen haben den unschlagbaren Vorteil, dass man sie bei Lust und Laune aus lauter Zutaten aus der Vorratskammer herstellen kann – und sie anschließend in einer Keksdose auch eine Weile aufbewahren kann. Aus diesem Grund gehören schwedische Punschrollen im maison malou auch immer gerne bei größeren Festen auf die Kaffeetafel.

Backen ohne Mehl? Aber klar doch!

Während Mehl offensichtlich in vielen Regionen gerade absolute Mangelware ist, sind industriell vorgefertigte Sandkuchen oder Bisquitböden noch in großen Mengen vorhanden. Und das ändert sich vermutlich auch erst wieder in ein paar Wochen mit den ersten Erdbeeren… Aber immer nur Obstkuchen???

Gerade auch für einen kleineren Haushalt ist so ein ganzer Obstkuchen einfach viel zu viel. Die schwedischen Punschrollen hingegen sind einfach auch eine tolle Resteverwertung, wenn man noch ausgetrocknete Bisquit- oder Rührkuchenreste übrig hat, weil ein Kuchen halt doch nicht so schnell aufgegessen wurde.

Schwedische Punschrollen – die Zutaten

  • Ca. 150 g trockener Kuchen wie zum Beispiel Bisquitböden, Sandkuchen, Muffins oder ein anderer weicher Kuchenrest.
  • 125 g weiche Butter
  • 2 El Zucker
  • 1 EL Puderzucker
  • 2 El Kakaopulver (also richtiger dunkler Back-Kakao)
  • 1 Tl Vanillezucker
  • Arrak Aroma aus dem Fläschchen

Zusätzlich benötigst Du noch Marzipanrohmasse, auf Wunsch auch rote oder grüne Lebensmittelfarbe, Blockschokolade oder Kuvertüre

Der Backofen bleibt kalt für die Punschrollen

… etwas, das ich persönlich in vielen Situationen sehr schätze. Wenn man eine große Kaffeetafel vorbereitet, dann ist die Backofenkapazität oft ein Engpass. Oder wenn es im Sommer sehr heiß ist, dann finde ich es auch sehr angenehm, wenn nicht noch die Hitze des Backofens dazu kommt.

Für die schwedischen Punschrollen musst Du nur den Kuchen zerkrümeln und mit der weichen Butter, den unterschiedlichen Zuckersorten und dem Kakao gründlich verkneten. Anschließend einfach die Masse mit  wenigen Arrak-Tropfen aromatisieren. Da muss man ein bisschen aufpassen, dass man nicht überdosiert. Weniger ist an der Stelle oft mehr.

Den Teig nun für mindestens 30 Min. kühl stellen, damit er sich besser formen lässt. Nach dieser Zeit aus dem Teig fingerdicke Würste rollen und diese im Kühlschrank fest werden lassen.

In der Zwischenzeit das Marzipan dünn ausrollen. Wer mag, der färbt das Marzipan vorher rosa oder grün ein. Bekommt man kein Rohmarzipan, dann kann man auch schon fertig ausgerollte Marzipandeckel nehmen, die der Handel für Torten anbietet.

Die gut gekühlten Teigrollen aus dem Kühlschrank nehmen und in das Marzipan einrollen. Anschließend diese Rollen in 3-4 cm lange Stücke schneiden. Zum Abschluss die  Enden noch in geschmolzene Schokolade tauchen und trocknen lassen.

Und fertig. Die Punschrollen machen viel her und sind trotzdem kinderleicht herzustellen. Das bekommen sogar – nicht nur zum Muttertag – wirklich garantiert auch Väter mit kleinen Kindern alleine hin. Oder alle, die behaupten, sie könnten nicht backen… Oder die kein Mehl hamstern konnten…

… oder die – wie ich – Ende März noch einen fertigen Wiener Boden im Vorrat finden, der seinen Weihnachtseinsatz verpasst hatte 🙂 Auch dunkle Schokotortenböden sind übrigens ganz hervorragend geeignet und gemeinsam mit dem Kakao sehr schokoladig. Wer keinen Arrak mag – oder gerade nicht bekommt – der kann auch sehr gut Rum nehmen… vorausgesetzt es essen keine Kinder mit.

Herzliche Grüße aus dem maison malou

Biggi

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