moules frites – sinnliches Muschelvergnügen

Ich liebe Muscheln!!! Am Strand, als Deko. Vor allem aber auf meinem Teller. Ein Muschelessen versetzt mich nämlich sofort in Urlaubsstimmung. Meer. Wellen. Mit den Fingern essen. Herrlich. Aus Belgien habe ich das Rezept mitgebracht, Muscheln mit dicken Fritten zu kombinieren – moules frites.

 

moules frites … und die besten Pommes kommen aus Belgien!!!

 

Die besten Pommes habe ich bisher eigentlich immer in Belgien gegessen. Nicht nur bei moules frites. Belgische pommes frites sind übrigens dick und nicht so dünn. Herrlich knusprig sind sie trotzdem! Warum? Ganz einfach, sie werden doppelt frittiert! Im ersten Gang bei 150° werden sie „vorfrittiert“ und in einem zweiten Durchlauf bei 180° dann endgültig zu einer typisch belgischen Leckerei verarbeitet…

Selbstgemachte Pommes aus frischen, rohen Kartoffeln sind etwas völlig anderes als das geschmacklos wabbelige Zeug, das man meistens in den Supermärkten als Tiefkühlware angeboten bekommt. Und sind wir mal ehrlich – die meisten Fritten an einer Imbissbude sind halt auch nur diese tiefgekühlten Wabbelstäbchen 😉

Auch mit einem Pommesschneider (erleichtert die Arbeit ungemein!!!) bleibt es allerdings dabei: selbstgemachte Pommes machen Arbeit. Viel Arbeit. Deshalb gibt es die auch im maison malou nur zu besonderen Gelegenheiten. Sozusagen quasi als Liebeserklärung. An meine Familie und an meine Gäste.

Die moules frites schmecken aber selbstverständlich auch mit TK-Pommes. Nimm einfach die dickeren Varianten. Und wem die Pommes aus der Friteuse zu fettreich sind, der macht sie halt im Backofen oder in der „Heißluftfritteuse“.  Schließlich kocht man ja nicht IMMER zu einer besonderen Gelegenheit 😉

 

moules frites – am wichtigsten sind die Muscheln!

Es gibt die alte Regel, dass man Muscheln nur in in den Monaten mit „R“ essen kann. Also von September bis April. Von Mai bis August soll man die Finger davon lassen.

Klar ist natürlich, dass diese Regel essentiell war, als die Kühlung der Muscheln noch schwieriger war. Muscheln verderben schließlich schnell. Und wer braucht schon eine Muschelvergiftung…

Heutzutage ist das Thema der richtigen Kühlung meistens kein Problem mehr. Trotzdem – Muscheln schmecken einfach in den Monaten mit „R“ wesentlich besser als im Sommer. Das könnte daran liegen, dass Muscheln in den Sommermonaten fettreicher sind. Es könnte auch dadurch beeinflusst werden, dass Muscheln das Wasser filtern und gerade in den warmen Sommermonaten das Wasser stärker durch Blaualgen belastet ist.

Es mag also altmodisch sein – ich finde es trotzdem auch mit verbesserter Kühlkette noch wichtig, Lebensmittel saisonal zu verwenden. Im Fall von Muscheln können sich dadurch die Muschelbestände über die Sommermonate wieder erholen. Und ich kann mich von Mai bis August schon wieder auf die allerersten Muscheln im September freuen 😉 Der Genuß steigt, wenn etwas nicht ständig zur Verfügung steht!

 

Zubereitung der Muscheln

Muscheln esse ich ehrlich gesagt am liebsten, wenn ich sie selber zubereitet habe. Denn dann weiß ich, dass ich darauf vertrauen kann, dass ich sie gründlich aussortiert habe. In all den Jahren habe ich noch nie erlebt, dass uns Muscheln nicht gut bekommen sind.

Wichtig ist, dass Muscheln ganz frisch sind. Diese werden dann zunächst in kaltem Wasser gewässert. Dabei schließen sich die intakten Muschel. Manche müssen dazu allerdings erst leicht angetippt werden. Verdorbene Muscheln hingegen schließen sich nicht und werden aussortiert. Ebenso Muscheln mit beschädigter, zerbrochener Schale. Alle anderen werden gründlich geputzt und evtl. Bartfäden entfernt. Lieber einmal zu viel als zu wenig gespült, denn wer will schon sandige Muscheln essen…

Ich persönlich kaufe für 2 Personen immer ungefähr 1 kg Miesmuscheln ein. Bislang ist bei uns noch jeder satt geworden, obwohl ich wie gesagt großzügig aussortiere. Es gibt aber auch Empfehlungen von 1 kg pro Person. Das wäre mir persönlich aber auch ohne die Fritten zu viel 😉

 

Das Grundrezept ist ganz einfach und gilt für alle Muschelarten:

(ca. 1 kg) Muscheln in einem Topf oder einer tiefen Pfanne mit Deckel mit 1 Knoblauchzehe, 2 scharfen Peperoni, 10 El Olivenöl und ein paar Petersilienstängel scharf anbraten. Mit 1 Glas Weißwein ablöschen und zugedeckt bei großer Flamme öffnen lassen. Das kann bis zu 10 Min. dauern. Lecker ist es auch, wenn man noch ein paar Karottenscheiben, Lauchstreifen und Selleriestückchen mit köcheln lässt.

Danach sofort servieren. Mit Fritten oder auch nur mit etwas Baguette.

 

Ein Muschelessen ist ein sinnliches Vergnügen, da sie bevorzugt mit den Fingern gegessen werden. Mit einer Muschelschalenhälfte löst man dabei das Muschelfleisch aus der geöffneten Muschel. Der scharfe Muschelrand ersetzt sozusagen das Messer und die Schalenform anschließend den Löffel. Muscheln, die sich beim Kochen nicht vollständig geöffnet haben, sind ungenießbar. Wer vorher gut aussortiert hat, hat zu diesem Punkt allerdings meistens nur noch wenige geschlossene Muscheln.

Moules frites – wichtig ist bei diesem sinnlichen Essvergnügen nicht nur eine große Serviette, sondern auch ein Schälchen mit Zitronenwasser für die Finger.

Der restliche Sud ist übrigens auch lecker zum Verfeinern von verschiedenen Fischgerichten und kann dafür problemlos eingefroren werden. Die leeren Muschelschalen sind – gründlich gereinigt – auch sehr hübsch als Deko im Garten. Ich verwende sie übrigens gerne als Schneckensperren um die Sommerblumen 😉

Muscheln sind fettarm und – von den Beilagen mal abgesehen – ein absolutes Schlankheitsessen. Trotzdem sollte man sie natürlich nicht zu oft genießen. Zum einen Filtern sie einfach Schadstoffe aus dem Wasser. Unser Hang zur Meerverschmutzung wird zum Bumerang. Zum anderen sind Muscheln einfach auch sehr cholesterinreich und nicht jeder verträgt sie daher gut. Das muss man einfach ausprobieren und es spricht ja nichts gegen eine kleinere Portion Muscheln innerhalb eines Menüs mit viel Gemüse.

Ich wünsche Dir guten Appetit und ein sinnliches Essvergnügen à la moules frites.

 

Herzliche Grüße aus dem maison malou

Biggi

 

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Birgit JourdanMichaelPatrizia Zannini Letzte Kommentartoren
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Michael
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Ich liebe Muscheln, mit Fritten habe ich es noch nicht probiert 😉
Liebe Grüße, Michael

Patrizia Zannini
Gast

So schön, danke dir. Jetzt habe ich Lust auf Sommer — und Muscheln