Luciafest – Schweden feiert die Rückkehr des Lichtes

Kennst Du schon Lucia, die Lichterkönigin? Und Lussekatter??? Natürlich gehören auch die Begriffe  Stjärngossar und Pepparkaksgubbar unbedingt dazu. Genauso wie tomtar… Das sagt Dir alles nichts? Dann wird es aber höchste Zeit, Dich mit dem Luciafest bekannt zu machen.

 

Vor allem in Schweden gehört das Luciafest am 13. Dezember zum festen Brauchtum. Doch in den anderen skandinavischen Ländern hat das Fest ebenfalls einen festen Platz in der Vorweihnachtszeit. Gerade im Dezember ist es in Skandinavien nämlich vor allem eines: dunkel. Und natürlich auch kalt. Die Sehnsucht nach dem Licht ist verständlicherweise also  entsprechend groß.

 

 

Die Lichtbringerin und das Luciafest am 13. Dezember

Du fragst Dich vielleicht, warum gerade am 13. Dezember in Schweden das Lichterfest gefeiert wird. Nun, das hängt mit der Einführung des gregorianischen Kalenders zusammen. Denn vor dieser Einführung fiel der 13. Dezember nämlich immer genau auf die Wintersonnenwende in Schweden. Die Wintersonnenwende ist der Tag, in dem wir die längste Nacht haben und den kürzesten Tag haben. Und Lucia bringt an diesem Tag das Licht zurück… Dies ist der Grund, weshalb an diesem Tag das Luciafest gefeiert wird.

Eigentlich geht man davon aus, dass das Fest ursprünglich zu Ehren von Lucia von Syrakus gefeiert wurde. Sie wurde ca. im 3. Jahrhundert geboren und sie hatte den Beinamen „die Leuchtende“.  Aber ganz genau, weiß man das natürlich nicht. Du kannst Dir bestimmt vorstellen, dass der Brauch um das Fest aus sehr vielen Quellen gespeist wird.

 

 

Luciafest – und wer wird Lichterkönigin?

Traditionell übernimmt in den Familien immer die älteste Tochter die Rolle der Lucia. Es kommt aber auch vor, dass auch Dörfer „ihre“ Lucia für den Zug durch den Ort wählen. Bestimmt kannst Du kannst Dir vorstellen, dass da unter den Mädels natürlich ein gewisser Konkurrenzkampf herrscht. Wer wäre denn nicht gerne die Lichterkönigin?!?

Lichtbringerin, Lichterkönigin oder auch Lichterbraut. Das alles sind die Beinamen der Lucia. Sie trägt ein weißes Gewand mit einem roten Band um die Taille. Auf ihrem Kopf trägt sie stolz einen Lichterkranz aus Buchsbaum mit Kerzen. Ok… aus Sicherheitsgründen werden in der heutigen Zeit meistens  batteriebetriebene Kerzen verwendet. Es ist ja bestimmt nicht so ganz einfach, mit Kerzen auf dem Kopf herumzulaufen!

 

Zum Gefolge der Lichterkönigin Lucia gehören weiterhin noch andere Mädchen, die ebenfalls weiß gewandet sind. Diese Mädchen tragen jedoch das Licht in der Hand und nicht auf dem Kopf. Dazu kommen noch zusätzlich die Sternknaben – auch „stjärngossar“ genannt –  und zusätzlich noch die Lebkuchenmännchen „Pepparkaksgubbar“. Ganz wichtig sind selbstverständlich die Tomtars – die Wichte. Auch sie dürfen natürlich  nicht im Gefolge fehlen.

 

Lucia bringt Licht in die Dunkelheit

Lucia bringt nicht nur das Licht zurück. Sie hat neben Liedern vor allem noch das klassische Luciagebäck mit dabei. „Lussekatter“ heißt das einfache Hefegebäck in Schweden, das durch die Beimischung von Safran eine schöne gelbe Farbe bekommt.

 

Lussekatter - Foto: Christina Zetterberg auf pixabay
Lussekatter für das Luciafest. Foto: Christina Zetterberg auf pixabay

 

Zutaten für die Lussekatter:

 

500 Gramm Mehl
1 Würfel Hefe
75 Gramm Zucker
100 Gramm Butter
150 ml Milch
1 Msp. Safran
1 Prise Salz
1 Eigelb zum Bestreichen
und Rosinen oder Cranberries zum Dekorieren

 

Als erstes musst Du die Butter in einem Topf schmelzen. Bitte achte dabei unbedingt darauf, dass die Butter  nur flüssig wird. Sie darf aber nicht braun werden. Gib anschließend die Milch zur geschmolzenen Butter. Anschließend kannst Du in dieser lauwarmen Mischung kannst Du nun den Safran und die Hefe auflösen. Die Flüssigkeit darf allerdings wirklich nicht zu heiß sein, denn sonst geht die Hefe kaputt und später nicht mehr auf.

In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Zucker und dem Salz mischen. Nun kommt die aufgelöste Hefemilch dazu und dann muss alles zu einem glatten Hefeteig verknetet werden. Diesen dann an einem zugfreien, warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen.  Wenn es länger wird, ist es aber natürlich auch gut.

Zunächst den Backofen auf 180°  vorheizen. In der Zwischenzeit formst Du den Teig zu dünnen Rollen, die Du dann zu seinem „S“ legst. Dabei rollst Du die beiden Enden gegenläufig wie eine Schnecke auf. Da das Gebäck beim backen noch aufgeht, bitte mit etwas Abstand auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Backblech legen. Alternativ kannst Du das Backblech natürlich auch gründlich einfetten.

Die Gebäckstücke vor dem Backen noch mit Eigelb bestreichen und mit Rosinen oder Cranberries dekorieren. In ca. 10 Minuten auf der mittleren Schiene hellgelb backen.

 

Laß es Dir schmecken!

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