Küchenkräuter zaubern Frühlingsatmosphäre

Sehnst Du ihn genauso herbei wie ich??? Den Frühling?!?!? Ab Aschermittwoch ist bei mir die Wintergeduld meistens endgültig vorbei und ich will endlich wieder ohne Jacke raus. Frühling. Leichtigkeit. Küchenkräuter helfen mir dabei ungemein.

 

Küchenkräuter zaubern Frühlingsatmosphäre

Dieses „ich will endlich Frühling“-Gefühl trifft uns ja meistens auf mehreren Ebenen. Zum einen vergammelt man ja irgendwie über die Winterzeiten, weil man nicht soooo gerne bei eisigen Temperaturen oder Schmuddelwetter raus möchte. Eingekuschelt in ein weiches Plaid, dazu ein bisschen soulfood nach Wahl…….. ein gutes Buch und ein leckeres Heißgetränk. Das alles hatte in den letzten Wochen absolut seine Daseinsberechtigung. Doch mit den ersten Sonnenstrahlen – und seien diese auch noch so kalt – erwacht die Sehnsucht nach Frühlingsputz und der Drang nach außen. Nur… womit anfangen???

Ein Tulpenstrauß oder ein paar Primelchen sorgen schnell für ein bisschen Frühling im Raum. Duftende Küchenkräuter aus der Gärtnerei bringen jedoch nicht nur frisches Grün in unsere Räume. Sie beleben zusätzlich alle Sinne und bereichern ganz schnell den Speiseplan.

Gerade mediterrane Kräuter wie Basilikum, Rosmarin, Thymian und Salbei holen uns dabei ganz schnell aus dem Winterschlaf. Auch Pfefferminze sorgt sofort für „frische Luft“. Such Dir einfach die Küchenkräuter aus, mit denen Du gerne kochst und deren Duft DICH anspricht. Vertrau Deinen Sinnen und Du wirst automatisch zu den für Dich passenden Kräutern greifen!

 

Basilikum - Foto jackmac 34 auf pixabay

Basilikum – Foto jackmac 34 auf pixabay

 

Natürlich freut sich auch unser Körper darüber, wenn wir wieder vermehrt frische Kräuter in unsere Nahrung einbauen. Gartenkresse ist schnell gezogen und bei meinem Lieblingshofladen finde ich auch schon die ersten Blättchen von Brunnenkresse und Portulak. Auch ein einfaches Butterbrot mit einer dicken Schicht frischem Schnittlauch ist vor allem jetzt ein echter Genuss. Und so ganz nebenbei bekommt Dein Körper Unterstützung beim „Frühjahrsputz“

 

Wildkräuter machen fit für den Frühjahrsputz

Meinen Frühjahrsputz beginne ich sowieso am liebsten in der Küche. Alle typischen Wintervorräte werden langsam aber sicher aufgebraucht Denn wenn ich ganz ehrlich bin – sobald das frische Grün lockt, mag ich sowieso kein schweres Winteressen mehr futtern. Die Rezepte für Sauerkraut & Co. wandern dann wieder gaaaanz weit nach hinten und machen Platz für leichte, frische Frühlingsgerichte.

Gerade Wildkräuter – z.B. frischer Bärlauch oder auch die ersten Brennesselspitzen verschaffen uns schnell einen richtigen Vitaminkick. All diese Kräuter sind bei den entschlackenden Frühjahrskuren sowieso unverzichtbar. Warum also abgeschnittene Ware kaufen, wenn man sich mit Kräutertöpfen zusätzlich eine zauberhafte Frühlingsstimmung ins Haus holen kann? Und wenn es später im Garten oder auf dem Balkon warm genug ist, dann sind die kleinen Töpfchen schon mal ein gutes Grundgerüst für die Sommer-Bepflanzung…

Küchenkräuter kaufe ich übrigens lieber in der Kräuterabteilung beim Gärtner statt im Supermarkt. Die Kräutertöpfe im Supermarkt sind meistens wirklich nur für den schnellen Verbrauch gedacht und machen schnell schlapp. Küchenkräuter – am besten in Bioqualität – aus der Gärtnerei können hingegen problemlos in ein größeres Gefäß mit guter Kräutererde gesetzt werden. Oft braucht man ja sowieso nur ein paar Blättchen oder Zweige zum Kochen.

 

 

Küchenkräuter als Deko – saisonale Doppelfunktion

Wie viele Menschen bin auch ich natürlich „anfällig“ für schön dekorierte Räume.  Die Einrichtungsbranche freut sich darüber, denn gerade bei kleineren „Trend-Dekos“ sitzt der Geldbeutel der Kunden oft sehr viel lockerer. Meistens ärgert man sich aber dann zu Hause, dass man sich letztendlich oft nur einen weiteren Staubfänger ins Haus geholt hat, der zu einem späteren Zeitpunkt dann auch noch die Müllberge vergrößert.

Küchenkräuter werden hingegen aufgebraucht oder später ausgepflanzt. Sie sorgen nicht dafür, dass wir Monate später Zeit und Energie dafür aufwenden müssen, ob wir die Dekoration für die Zukunft aufheben wollen oder lieber wegschmeißen. All diese emotionalen Entscheidungen fallen gar nicht erst an! Natur ist immer schön und hat ein natürliches Verfallsdatum.

Als Pflanzgefäße unterstreichen Zinkgefäße oder auch Körbe natürlich die frühlingshafte Atmosphäre. Aber auch alte Porzellanschüsseln oder –tassen sind wunderbar dazu geeignet, mit den Küchenkräutern eine zweite Karriere hinzulegen. Gefäß zu groß und Kräuter noch zu klein?!? Dann sieht es toll aus, wenn man die freie Erde mit  etwas Moos bedeckt oder auch mit etwas Stroh dekoriert. Auch Ostern ist bald und ein schöner Porzellanhase oder ein paar ausgeblasene Eier sorgen schon für ein frühlingshaftes Ambiente.

 

 

Küchenkräuter - Salbei. Foto: pitsch auf pixabay
Küchenkräuter – Salbei.  Foto: pitsch auf pixabay

 

 

Und wenn die Pflanzen dann nicht mehr so dekotauglich sind?

Auch ergänzende Frühlingsblumen wie z.B. Primeln, Hyazinthen, Narzissen & co. starten später noch eine zweite Karriere. Abgeblühte Primelchen lasse ich z.B. in einer entlegenen Ecke in meinem Garten verwildern. Sie blühen meistens künftig zusätzlich auch im Herbst und blühen als Freilandpflanze im Frühjahr etwas später und vor allem auch um einiges blasser. Wer keinen Garten hat, der kann mit ihnen  – genauso wie mit Blumenzwiebeln – auch Baumscheiben von öffentlichem Grün begrünen. Fragt doch einfach mal in Eurer Gemeinde nach! Irgendein nachrangiges Projekt oder Grünstreifen wird es schon geben, für dessen Bepflanzung die Gemeinde eigentlich kein Geld übrig hat 😉 Und Kräuter wie Thymian, Lavendel und Rosmarin sind später auch wunderbare Insenktenweiden… wenn man sie nicht längerfristig in der Küche beheimaten möchte.

Primel weiß. Foto: maison malou
Primel weiß. Foto: maison malou

 

Ich wünsche Dir eine wunderbare Frühlingsstimmung und freu mich schon auf all Eure Kräuterrezepte ;-)

Herzliche Grüße aus dem maison malou

Biggi

 

 

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Birgit JourdanKaySilke SteigerwaldBirgit Schultz Recent comment authors
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Kay
Gast

Ein super Beitrag! Ich liebe Küchenkräuter und auch deren dekorativen Effekt 🙂 In einem Haushalt mit zwei Katzen sind dies auch die einzigen Pflanzen, die bei mir überleben, da die Stubentiger diese nicht anknabbern. Und Pflanzen zaubern eben erst ein heimeliges Ambiente und dass die Kräuter auch noch einen Nutzen haben, ist doch perfekt 🙂

Liebe Grüße, Kay.
http://www.twistheadcats.com

Silke Steigerwald
Gast

Hallo liebe Biggi,
es ist immer wieder eine pure Freude deine Blog-Artikel zu lesen. Mir kommt es immer so vor, als könnte ich die Kräuter, die Bratäpfel und alles was da so aus dir „heraus wächst“ riechen, schmecken, sehen, tasten. HERRLICH!

So manchen Tipp und deine Rezepte habe ich mir ausgedruckt, ausprobiert und weiter gegeben.

Jetzt möchte ich mich an dieser Stelle mal richtig herzlich bei dir bedanken, für all das was du uns hier so nahe bringst und verschenkst.

Demnächst werden WIR es schaffen, uns endlich persönlich kennenlernen. Bis dahin schicke ich dir

Herzliche Grüße
Silke

Birgit Schultz
Gast

Liebe Biggi,
wieder ein zauberhafter Artikel! Vielen Dank dafür. Dass die Kräuter aus dem Supermarkt ein eingebautes Verfalldatum haben, konnte ich nicht nur viele Jahre beobachten, vor einiger Zeit habe ich es auch einmal in einem Interview mit einem Kräuterbauern (sagt man so?) gehört: Auf die Frage, warum die Kräuter aus dem Supermarkt so schnell eingingen, sagte er mit einem verschmitzen Lächeln, er biete keine Setzlinge sondern eben Verzehrkräuter an.
Zauberhafte Grüße
Birgit