Himmlische Sterne… auch Zimtsterne genannt

Weich und einfach wundervoll weihnachtlich. Alleine schon dieser verführerische Duft, der unsere Seelen streichelt. Was wäre Weihnachten nur ohne klassische Zimtsterne?!? Heutzutage ist das quasi undenkbar. Doch in früheren Zeiten dürfte das für die meisten Familien nicht immer so gewesen sein.

 

 

Zimt macht die Sterne himmlisch

 

Die wichtigste Zutat für Zimtsterne ist natürlich Zimt – auch Canehl genannt. Zimt ist ein Gewürz, das aus der getrockneten Rinde von Zimtbäumen gewonnen wird. Der Ceylon Zimtbaum ist ein immergrüner Baum, der sogar zwischen 12 und 18m hoch werden kann. Wenn man ihn lassen würde… Da Zimtstangen ein bisschen wie ein Schilfrohr aussehen, entwickelte sich in vielen Sprachen der Name des Gewürzes aus dem lateinischen canna für Rohr.

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Als eines der ältesten Gewürze wurde Zimt angeblich schon mehrere Jahrtausende vor Christi Geburt verwendet und galt schon immer als etwas ganz Besonderes. Zunächst machte Zimt als besonders kostbares und teures Gewürz vor allem als Heilmittel Karriere. Auch heute noch ist die Liste der Heilwirkungen von Zimt lang. So soll Zimt u.a. den Blutzucker senken, den Stoffwechsel anregen und auch als Cholesterinsenker funktionieren.  Auch eine magenstärkende und verdauungsfördernde Wirkung wird ihm nachgesagt – also lauter Eigenschaften, die gerade in der Weihnachtszeit mit all dem üppigen Essen  sehr nützlich sind.

Würzig, herb… und gleichzeitig doch auch etwas süß. Zimt hat einfach einen ganz eigenen unverkennbaren Geschmack und sein betörender Duft begleitet uns nicht nur durch die Weihnachtszeit, sondern als Seelentröster durch die gesamte Winterzeit. Gerade in dieser eher kargen Jahreszeit verführt uns sein magischer Duft in eine exotische Welt und läßt  uns den Zauber von Reichtum fühlen. Denn Zimt galt schon immer als ein besonders teures und kostbares Gewürz. Zimtgebäck konnte nur servieren, wer es sich leisten konnte und waren so ein Zeichen für einen gewissen Wohlstand.

 

Ohrensessel Romeo Manufaktur Jourdan
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Zimtsterne – nur allerbeste Zutaten für den ungetrübten Genuss

 

Wo Licht ist, ist bekanntermaßen auch Schatten. Und gerade bei Zimt kommt es sehr auf die Qualität an! Qualität hat seinen Preis. Immer.

Es geht jetzt gar nicht darum, ob man den Zimt für die Zimtsterne bereits gemahlen einkaufen sollte oder lieber Zimtstangen zum selber mahlen. Noch viel wichtiger als diese Frage, ist die Entscheidung für die richtige Sorte. Man unterscheidet Ceylon-Zimt, der hauptsächlich aus Sri Lanka kommt  und Kassia-Zimt, der überwiegend in China angebaut wird.

Geschmacklich ist Ceylon-Zimt etwas weicher und blumiger und Kassia-Zimt würziger und kräftiger im Geschmack. Ceylon-Zimt ist teuer und Kassia-Zimt wesentlich günstiger, weshalb er natürlich in industriell gefertigten Produkten bevorzugt zum Einsatz kommt. Kassia-Zimt enthält allerdings sehr viel mehr Cumarin und kann bei empfindlichen Menschen leicht Kopfschmerzen auslösen. Auch steht ein hoher Cumaringehalt im Verdacht, die Leber zu schädigen.  Wenn man dann bedenkt, dass heutzutage Zimt gerade  in der Vorweihnachtszeit fast schon inflationär eingesetzt wird, dann sollte man im eigenen Interesse darauf achten, zumindest im häuslichen Bereich nur beste Ceylon-Qualität zu verwenden. Nicht nur beim Backen – auch bei Punsch-Rezepten und vor allem auch, wenn kleine Kinder mit naschen. Bei ihrem geringeren Körpergewicht sind sonst gerade für Kinder die Grenzwerte sehr schnell erreicht.

 

Himmlische Zimtsterne – auch die restlichen Zutaten sind vom Feinsten

 

Zunächst brauchst Du für die Zimtsterne Backtrennpapier und Ausstecherleförmchen für Sterne. Auch Sternschnuppen sehen sehr hübsch aus und sind mit dem Teig gut ausstechbar. Ich finde es nämlich ausgesprochen nervig, wenn man wunderschöne Förmchen hat und diese dann aber so filigran gearbeitet sind, dass die Teigmasse immer in den Ecken hängenbleibt. Da der Teig beim Verarbeiten immer klebriger wird, solltest Du darauf achten, dass Du gute Formen benützt.

 

 

 

Zutaten:

 

3 Eiweiß
300 Gramm feinster Zucker
2 TL Zitronensaft
500 Gramm gemahlene Mandeln
3 TL Ceylon-Zimt

und zusätzlich etwas Zucker zum Ausrollen

Mehl hat übrigens bei den himmlischen Zimtsternen rein gar nichts verloren und deshalb ist dieses Gebäck von Natur aus glutenfrei.

 

Zubereitung des Teiges:

Zunächst schlägst Du das Eiweiß mit dem Handmixer auf höchster Stufe ca. 10 Minuten lang zu ganz steifem Eischnee. Eischnee kann nur gelingen, wenn absolut fettfrei gearbeitet wird und kein bisschen Eigelb dabei ist.  Sonst wird das Eiweiß nicht fest, da kannst Du schlagen so viel Du willst!
Währenddessen lässt Du langsam den Zucker einrieseln und schlägst diese Eiweißmasse so lange, bis sie glänzt und steife Spitzen bildet. Zum Schluss wird vorsichtig der Zitronensaft untergerührt.

Gut 4 EL der Eischneemasse füllst Du in eine separate Tasse und stellst diese anschließend zugedeckt in den Kühlschrank. Daraus entsteht später das weiße Häubchen der Zimtsterne.

Mische in einer großen Schüssel die Mandeln mit dem Zimt. ¾ der Zimtmandeln kommen anschließend sofort unter den restlichen Eischnee, den Rest hebst Du nach und nach unter bis ein fester und gut formbarer Teig entsteht. Die genaue Menge Mandeln, die der Eischnee aufnehmen kann, hängt nämlich natürlich auch von der genauen Menge Eischnee ab und nicht jedes Ei ist gleich.

Diesen Teig solltest Du nun für mindestens 1 Stunde an einem kühlen Ort – Kühlschrank, Erdkeller, ungeheiztes Zimmer, Balkon – abgedeckt ruhen lassen. 2-3 Stunden sind besser.

 

 

Fertigstellung der Zimtsterne

Heize Deinen Backofen auf ca. 180 Grad vor und belege Dein Backblech mit Backtrennpapier.

Den Teig rollst Du als erstes auf einer gezuckerten Arbeitsfläche ca. 5 – 7 mm dick aus. Anschließend kannst Du dann die von Dir gewünschten Sterne ausstechen und diese auf dem Backblech auslegen. Da der Teig nicht auseinander läuft, sondern gut in Form bleibt, kannst Du das Backblech auch eng bestücken und musst keine großen Zwischenräume lassen. Vor dem Backen werden die rohen Sterne noch sorgfältig mit dem beiseite gestellten Eiweiß bestrichen.

 

 

Die Zimtsterne werden anschließend auf der mittleren Schiene ungefähr 10 Minuten gebacken. Dabei sollte die Eiweißhaube unbedingt noch weiß bleiben und nicht so sehr bräunen. Die Sterne dürfen nach dem Backen ruhig auch noch sehr weich sein. Sie trocknen sowieso mit der Zeit nach.

Und dann?!? Also die himmlischen duftenden Zimtsterne schmecken auch schon wunderbar, wenn sie noch warm und ganz frisch sind. Die danach noch übrigen Zimtsterne sollten in einer Blechdose aufbewahrt werden…. Und ansonsten so frisch wie möglich vernascht werden.
 

 

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Vanillekipferl- ein absoluter Mürbteigklassiker

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6 comments on “Himmlische Sterne… auch Zimtsterne genannt

  1. Ich liebe einfach Zimtsterne und natürlich auch Zimt.
    Liebe Grüße, Michael

  2. Toll Danke!
    Jetzt haben wir ein Rezept mehr auf unserer Gluten- und Milchfreibackliste!
    Mal sehen ob wir das auch outdoors hinbekommen. 😉

    Viele Grüße, Silke und Thomas.

  3. Ein sehr schöner Beitrag mit viel Hintergrundwissen! Gefällt mir sehr gut 🙂
    LG Jana

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