Oh du Fröhliche … Gedanken zur Adventszeit

Jetzt ist es wieder soweit – die Adventszeit steht vor der Tür! Ist es eine wunderschöne Zeit für Dich oder eher nicht? Schmeißt Du Dich mitten ins Getümmel? Oder ist es Dir eher nach Stille zumute und Du igelst Dich ob des Dezemberwetters lieber in Deinem kuscheligen Zuhause ein?

Fest steht auf jeden Fall eines: die Adventszeit ist eine hoch emotionale Zeit. Selbst für die Menschen unter uns, die damit eigentlich überhaupt gar nichts zu tun haben möchten.

 

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Adventszeit – oder „niemand ist eine Insel“

Wir Menschen sind ja im Grunde hochsoziale Wesen. OK… es gibt viele Momente, wo man diese Aussage nun wahrlich in Zweifel ziehen möchte. Doch es ist so. Menschen brauchen auch die Gemeinschaft und keiner ist wirklich gerne ganz alleine im Sinne von „aus der Gemeinschaft ausgeschlossen“. Selbst Menschen, die darauf schwören, dass ihr Glück sicherlich vermutlich nur ganz alleine irgendwo in der Wildnis zu finden sein wird, halten dann doch ganz gerne in irgendeiner Form den Kontakt zur Rest-Menschheit.

Abgeschnitten von anderen Menschen ganz alleine leben und auf ausschließlich auf sich selber zurückgeworfen sein – das sind ganz harte Grenzerfahrungen. Grenzerfahrungen, in denen man dann auch mal auf Herz und Niere überprüfen kann, ob man all die tollen Weisheiten, die einem von vielen Menschen als „Lebenshilfe“ verkauft werden, wirklich umsetzen kann. Oder natürlich auch überprüfen kann, ob man diese „Weisheiten“ auch wirklich umsetzen MÖCHTE. Aber das ist ein anderes Thema. Hier geht es mir heute um die ach so fröhliche Adventszeit.

 

 

Advent
Advent- Hirsche sind angesagt

 

Adventszeit … und die Macht der Prägung

Die Wünsche und Erwartungen, die wir an die Adventszeit haben, sind zum einen stark von unserer Kindheit geprägt. Einmal im Jahr möchten wir wieder ein staunendes Kind sein dürfen. Okay, vielleicht nicht alle. Aber zumindest die meisten, die eine „ganz normale“ Kindheit hatten. Diese Wünsche sind nicht nur an Familientraditionen gekoppelt, sondern auch oft regional unterschiedlich. Auch Kindergärten und Schulen hatten und haben einen großen Anteil daran, was wir als Tradition wahrnehmen. Die unserer eigenen Kindheit genauso wie die unserer eigenen Kinder, wenn wir welche haben.  Das Kindergarten und Schulleben als Elternteil noch einmal zu erleben, sorgt sozusagen für einen gewissen Feinschliff mit aktuelleren Updates 😉

Gleichzeitig sind wir in unserer globalisierten Welt jedoch auch den Einflüssen aus aller Welt ausgesetzt. Da mischen sich dann schon mal Vorstellungen, die eigentlich gar nicht wirklich zusammenpassen KÖNNEN. Da werden Traditionen aus fremden Ländern auf einmal den eigenen Werten übergestülpt. Das erzeugt natürlich Stress. Überhaupt erzeugt Erwartungshaltung ganz schön viel Stress. Nicht nur zur Adventszeit und Weihnachten.

 

Der Krieg der Glaubenssätze

Mal davon abgesehen, dass wir im Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit öfter mal herausgefordert werden. Die Adventszeit und auch Weihnachten fordern auch schon innerhalb einer Religionszugehörigkeit ausgesprochen viel Toleranz. Vieles wird über die Schublade „Tradition“ gefordert – ungeachtet der Tatsache, dass sich unser Leben und die Welt immer stärker verändert. Und auch ungeachtet der Tatsache, dass Traditionen meistens auch sehr individuell wahrgenommen werden. Viele „Weihnachtstraditionen“ sind weitaus jünger als allgemein vermutet wird 😉 Nehmen wir einmal ein paar davon ins Visier:

 

 

1. Weihnachten ist ein Fest der Familie

Naja, kommt ganz drauf an, wie man Familie definiert. Vor allem in der heutigen Zeit, in der Familien oft über die ganze Welt verstreut sind.

Und es stellt sich natürlich auch die Frage, wie lange man noch in erster Linie zu seiner Ursprungsfamilie gehört?!? Wie geht es weiter, wenn man dann eine eigene Familie gründet?!?  Denn ab diesem Moment wird es in vielen Familien so richtig schwer. Aufeinanderprallen verschiedener Traditionen… da kann die größte Liebe schon mal unter Druck geraten.

Gerade auch wenn neue Kinder in eine Familie hineingeboren werden, ändert sich das Familiengefüge. Die bisherige Elterngeneration wird nun die Großeltern-Generation. Aus einer Beziehung der erwachsenen Kinder wird eine neue Familie. Schwestern werden auf einmal auch Tanten und Brüder zu Onkeln…  

Auch in der „guten alten Zeit“ war es nicht immer so, dass man auf Ewigkeiten Kind der eigenen Ursprungsfamilie blieb. Man bedenke nur all die vielen Jugendlichen, die auch noch im letzten Jahrhundert gleich nach der Konfirmation –  für viele das Ende der Schulzeit – in einen Haushalt „in Stellung“ gegeben wurden.  Oder noch viel früher, als die Buben dann bereits im zarten Alter von 7 Jahren als Knappe zu einem Ritter auf eine andere Burg kamen…

Ob es uns nun passt oder nicht – über viele Jahrhunderte war quasi der Arbeitsplatz ab einem gewissen Alter für die meisten Menschen die „Familie“. Es war das Personal, das dann gemeinsam feierte. Die Möglichkeit, innerhalb der eigenen Familie feiern zu können, war meistens an einen gewissen – gehobenen-  Stand gekoppelt… und leider nicht für alle Menschen möglich und üblich. Es ist übrigens auch sehr spannend unter diesem Blickwinkel mal seine eigene Haltung zum Thema „betriebliche Weihnachtsfeier“ zu beleuchten. Welche Gefühle werden da wach?!?

 

 

2. Weihnachten ist ein Fest für Kinder

Ist das wirklich so?!? Und wenn ja… steckt nicht in jedem von uns noch immer ein Kind mit Erwartungen und Wünschen?!?

Insofern ist das doch eigentlich ein perfekter Zeitpunkt, uns mal wieder intensiv mit unserem Inneren Kind zu beschäftigen… Oder mit dem Inneren Kind des verhassten Nachbarn. Oder mit dem Inneren Kind eines völlig fremden Obdachlosen… das hat ja vielleicht auch ein anderes Bild vor Augen, wenn es an Weihnachtstraditionen denkt. Wege ändern sich im Laufe eines Lebens schon mal.

Wer also Weihnachten alleine ist und weder Familie noch Kinder sein eigen nennt – nur zu! Die Welt ist voller Kinder!!!  Und ja klar ist es bezaubernd, wenn kleine Kinder sich noch ganz der Magie der Weihnachtszeit hingeben können. Doch Kinder bleiben niemals klein. Wir müssen schon die Magie in uns selbst lebendig erhalten.

Wer hingegen sehr gerne an Weihnachten alleine ist und sein eigenes inneres Kind ein bisschen verwöhnt, der sollte diese freie Entscheidung dann auch in Ruhe leben dürfen. Es gibt nichts Schlimmeres als die Mitmenschen, die der Ansicht sind, an Weihnachten MÜSSTE gefälligst jeder um jeden Preis vom Alleinsein abgehalten werden. Warum eigentlich? Mit sich selber alleine und in Frieden leben zu können ist eine sehr große Gabe.

 

3. Weihnachten ist ein religiöses Fest der Christen

Auch das war nicht immer so. Mal davon abgesehen, dass der Zeitpunkt von Christi Geburt mehr als umstritten ist, so wissen wir doch, dass es auch genügend andere Religionen und Gründe gibt, ausgerechnet um die Zeit der Wintersonnenwende herum zu feiern…  spirituelle Gründe, genauso wie ganz pragmatische.

Das höchste Fest der Christen ist Ostern – nicht Weihnachten.  Das war schon bei den Ur-Christen so… Fest steht aber auch, Christen ist Weihnachten wichtig und dies kann auch einfach so und ohne irgendwelche Diskussionen akzeptiert werden. Das Leben wird einfacher, wenn man nicht immer zwanghaft alles in Frage stellen muss.

 

4. Weihnachten ist doch nur neuzeitlicher Konsumterror

Ja, den Eindruck könnte man allerdings gewinnen, wenn man sieht, wie der Handel regelmäßig zur Weihnachtszeit aufrüstet. Man sollte allerdings bedenken, dass der (Aus-)Tausch von Gaben schon eine viel längere Tradition hat als die heutige Form des Handels. Der Grundgedanke hat ja auch wieder etwas Gemeinschaftliches … die Gaben des einen ergänzen den Besitz des anderen.

Jemand anderem etwas bedingungslos schenken. Einfach so. Ohne Erwartung eines Gegengeschenks. Das ist Großzügigkeit, die aus dem Herzen kommt und die wir alle uns meistens wünschen.  Obwohl die meisten Menschen diese dann – sollten sie dieses Geschenk erhalten – oftmals sehr schwer annehmen können. „Bedingungslosigkeit“ ist ein kostbares und rares Gut geworden.

Dieses bedingungslose Schenken ist jedem möglich. Egal ob reich oder arm.  Die schönsten Geschenke sind meistens gar nicht käuflich, auch wenn der Handel dabei trotzdem oft ein guter Erfüllungsgehilfe ist. In allen Preislagen.  Die Entscheidung jedoch liegt ganz alleine bei uns selber. Der Wert eines Geschenkes bemisst sich aus unserem eigenen Bewertungssystem.  Da helfen auch alle möglichen Ratgeber nicht.

 

 

Die wichtigste Zutat für eine gelungene Adventszeit

… heißt Toleranz. Nicht nur gegenüber anderen Völkern und Religionen. Auch innerhalb der eigenen Gemeinschaft, egal ob man die nun ethnisch, religiös oder auch familiär definiert. Und natürlich darf man auch die eigenen Wertvorstellungen „verteidigen“.  Niemand soll sein eigenes inneres Kind verleugnen (müssen). Wer sich als Gast in einer fremden Gemeinschaft aufhält, sollte sich an die Regeln des Gastgebers genauso halten wie ein guter Gastgeber bemüht sein wird, sich liebevoll um seine Gäste zu kümmern.

Adventszeit. Advent bedeutet Vorbereitungszeit. Es geht doch gar nicht darum, rechtzeitig zum ersten Advent unbedingt alles fertig zu haben und dann vier Wochen lang in einem Festtagszustand zu verweilen. Auch diese Zeit steht nicht still, sondern ist im Fluss. Altes darf und sollte auch abgeschlossen werden – neue Ideen dürfen geboren werden. Wer sich seine eigenen Werte bewusst macht, wird die Weihnachtszeit leichter „entschleunigen“ können. Alles kann und darf sein. Nichts muss sein.

 

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kuschelige Webpelzdecken … ein bisschen Luxus darf sein!

 

Deine Werte sind Dein Maßstab!

Du hast Freude an einem geschmückten Zuhause?!? Dann lass Dein inneres Kind in Dekorationen schwelgen! Wenn Du Dich hingegen nach Ruhe und schlichter Einfachheit sehnst, dann beschenke Dich damit und nimm Dir jetzt eine Auszeit, so oft es Dir möglich ist.

Backen und Kochen macht Dir so richtig Freude? Wunderbar – dann verschöne Dir hiermit Deine Zeit … wenn Dir Küchenarbeiten jedoch so gar keine Freude machen, dann lass es einfach.  Die Qualität der Adventszeit bemisst sich nicht darin, ob alle Deine Kekse selbstgebacken sind. Es ist im Grunde völlig egal, ob Du ein exquisites Menü planst oder eine „Mitbringparty“ oder Pizza liefern lässt. Für Dich und Dein inneres Kind. Oder auch für eine große Heerschar an Mitmenschen.

Der einzige Maßstab für Dich sind Deine Werte und Deine FREUDE, die sie Dir vermitteln und schenken. Bereiten Dir Deine Werte keine Freude mehr?!? Dann wird es allerhöchste Zeit, sie zu überdenken! Und genau dafür ist der Advent da 😉 Manchmal entdeckt man dabei übrigens auch, dass man sich sogar mit manchen Umständen und Menschen anfreunden könnte, die man vor Jahren noch völlig ablehnte. Auch darin liegt die Magie der Adventszeit.

Ich wünsche Dir eine besinnliche & fröhliche & herzerwärmende Adventszeit ganz nach Deinen eigenen Vorstellungen!

 

Du wünschst Dir noch ein paar Inspirationen für Deinen Advent?!?

Wie wär’s mit was Kulinarischem?!?

Vanillekipferl – ein absoluter Mürbeteigklassiker

Marzipan-Spritzgebäck – klassisches Teegebäck

Soulfood Kässpätzle

 

Oder suchst Du noch ein paar Ideen für Dein gemütliches Zuhause?!?

Alpenromantik – Grandhotel oder Chalet?

Lagom – die schwedische Antwort auf hygge

Wohn Sinnlich – Wohnen mit allen Sinnen … mein eigener Onlineshop für schönes Wohnen

 

Es kommt auf die Werte an – der Weihnachtsfrieden im 1. Weltkrieg rührt mich immer wieder an:

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsfrieden_(Erster_Weltkrieg)

 

Du suchst noch Geschenkideen?!? Wie wär es denn damit:

 

Dies sind affiliate Links zu amazon. Du kannst die Produkte aber natürlich genauso gut im Handel erwerben. 

An dieser Stelle gibt es bei all meinen Blogposts in der Weihnachtszeit einfach ein paar Geschenkideen. Ganz unsortiert. Im Advent braucht man schließlich viele Ideen 😉

 

2 comments on “Oh du Fröhliche … Gedanken zur Adventszeit

  1. Toller Beitrag! 🙂 Wünsche dir ebenfalls eine wunderschöne Adventzeit! 🙂
    Liebe Grüße
    Julie

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