Bratapfel Tiramisu aus dem maison malou

Tiramisu ist italienisch und bedeutet „zieh mich hoch“. Dabei ist Tiramisu eigentlich für ein Dessert ziemlich heftig. In die ursprünglichen Rezepte kamen in die Crème nämlich rohe Eier und dadurch kam dieses leckere Dessert viele Jahre etwas aus der Mode. Die Angst vor einer Salmonellenvergiftung erschien den meisten einfach zu hoch.  Dazu dann noch jede Menge Mascarpone mit zusätzlicher Sahne – ganz schön viele Kalorien für so ein bisschen Dessert. Im Winter essen wir daher sehr gerne auch eine leichtere Variante: Bratapfel Tiramisu.

 

Bratapfel Tiramisu à la maison malou

 

Für ca. 6 – 8 Portionen nehme ich dazu eine rechteckige Auflaufform mit ca. 1 ½ Liter Inhalt.  Die passt sehr praktisch für die Löffelbisquits.

 

 

 

Bratapfel Tiramisu … dazu brauchst Du:

 

Ca. 150 Gramm Löffelbisquits. Je nach Form etwas mehr oder etwas weniger.

4 große Äpfel

Zucker

Vanillezucker

Zimt

Kardamom gemahlen

Wer mag etwas Amaretto oder Rum  – sonst einfach Wasser oder Apfelsaft nehmen

1 Becher Schlagsahne (auf Wunsch Zimt- oder Karamellsirup)

250 Gramm Quark 40 %

Rosinen

Mandelstifte oder Mandelblättchen

Kakaopulver zum Bestäuben

 

 

Zubereitung der Bratapfel-Masse

Zunächst werden die Äpfel geviertelt und das Kerngehäuse entfernt.  Die Apfelviertel werden dann geschält und gewürfelt. Wenn die Apfelstücke nämlich nicht so groß sind, dann sind sie auch schnell weich gekocht.

Die Apfelstücke werden in einem kleinen Topf mit 1 EL Zucker und 1 EL Vanillezucker unter Rühren aufgekocht. Je nachdem wie trocken die Äpfel schon sind, brauchst Du mehr oder weniger Flüssigkeit, damit Du eine schöne Apfelmuskonsistenz bekommst. Wenn die Äpfel noch sehr saftig sind, reicht manchmal sogar die eigene Flüssigkeit aus. Ich nehme jedoch gerne 1 EL Amaretto dazu. Allerdings sitzen bei uns sitzen auch keine kleinen Kinder mehr am Tisch und der Amaretto sorgt zusätzlich für eine feine Mandelnote. Zu trocken sollte das Mus schließlich auch nicht sein.

 

Bratapfelmus für Tiramisu. Foto: maison malou

 

Dazu noch ungefähr eine kleine Handvoll Rosinen und alles mit reichlich Zimt und etwas Kardamom abrunden. Sobald die Apfelstücke weich genug sind und die schrumpeligen Rosinen auch wieder schön prall sind, zerkleinere ich die Apfelmasse übrigens am liebsten mit einem Kartoffelstampfer zu einer homogenen Masse. Dadurch bleiben kleinere Stückchen enthalten und auch den Rosinen passiert überhaupt nichts. Die Apfelmasse wird dadurch allerdings feiner und die Gewürze entfalten sich besser.

Anschließend einfach im Topf abkühlen lassen und in der Zwischenzeit die Mandeln ohne Fett in einer beschichteten Pfanne anrösten bis sie wunderbar duften.

 

 

Zubereitung der Quark-Sahne-Crème

 

Bei meinem Rezept für das Bratapfel Tiramisu verzichte ich bei der Crème nicht nur auf die rohen Eier. Ich verzichte auch auf die Mascarpone, die ja doch dieses Dessert sehr gehaltvoll macht. Gerade in den Wintermonaten wünsche ich mir aber auch zwischendurch etwas leichteres und fruchtigeres als Abschluss eines typischen Wintergerichts.

Wer mag schlägt die Sahne (200 – 250 ml Becher) mit etwas Zimt- oder Karamellsirup auf. Dies gibt eine feine Geschmacksnote und Sirup stellt sicher, dass der Zucker völlig gelöst ist. Normaler Zucker geht aber selbstverständlich auch.

Anschließend wird die geschlagene Sahne vorsichtig unter den Quark gehoben und die Masse ggf. noch mit etwas Vanillezucker gesüßt. Ich gebe hier absichtlich keine genaue Menge an, denn gerade der Zuckergehalt ist etwas sehr Individuelles. Probier einfach ein bisschen von der leckeren Sahnequark-Crème und entscheide selber, wann Du es für süß genug hältst. Bedenke dabei aber immer, dass die Löffelbisquits auch noch mal Zucker enthalten und Süße beisteuern.

 

 

Zubereitung der Bratapfel Tiramisu

 

Als erste Schicht legst Du die Form mit Löffelbisquits aus. Diese werden bei diesem Rezept nicht getränkt, da die Apfelmasse ja auch für Feuchtigkeit sorgt. Direkt auf die Bisquits verstreichst Du die komplette Bratapfelmasse. Anschließend streust Du die gerösteten Mandeln darauf.

Nun kommt die Quark-Sahne-Crème vorsichtig auf die Bratapfelmasse. Behalte aber von der Crème eine ausreichende Menge für eine weitere dünne Schicht zurück.

Auf die Quark-Sahne-Crème kommt nun noch eine weitere Schicht Löffelbisquits. Diese wird dann abschließend mit der restlichen Quarkcrème bedeckt und dick mit Kakao bestäubt.

 

Klar schmeckt das Bratapfel Tiramisu auch schon nach ein paar Stunden Kühlzeit im Kühlschrank oder wie bei uns im Erdkeller. Doch so richtig gut durchgezogen ist das Dessert erst am nächsten Tag. Du kannst es locker auch schon 2 Tage vor dem Essen vorbereiten. Allerdings solltest Du dann erst kurz vor dem Servieren das Tiramisu mit Kakao bestäuben. Genauso ist es aber für einen kleinen Haushalt auch kein Problem, das Tiramisu schon nach ein paar wenigen Stunden der Kühlung anzuschneiden und dafür dann 3 Tage lang zu genießen. Falls man sich dann nicht einfach eine größere Portion dieses Seelentrösters gönnt…

 

Mit herzlichen Grüßen aus dem maison malou – und „guten Appetit!“

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Deine Biggi

 

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Birgit JourdanElkeCarryKüstenmamiInspiration for All Recent comment authors
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Elke
Gast

Liebe Biggi,
du hattest den Artikel ja schon angekündigt und ich hab mich auch schon richtig drauf gefreut. Da wir leider vim letzten Jahr keine eigenen Äpfel haben, hab ich sie gleich mal auf den Einkaufszettel geschrieben, zusammen mit den restlichen Zutaten, die ich nicht vorrätig habe. Das klingt ja überaus verlockend! Und bei dem grauen Wetter kann ein bisschen Wärme und Soulfood nicht schaden!
Liebe Grüße
Elke

Carry
Gast

Hmmm das Tiramisu klingt echt richtig lecker 🙂 Vielen Dank für das tolle Rezept, hab es direkt abgespeichert 🙂

Liebe Grüße
Carry

Küstenmami
Gast

Oh, das sieht so lecker aus! Ich glaube, dass mache ich mal für unseren nächsten Spieleabend!

Herzliche Grüße vom Meer
Küstenmami

Inspiration for All
Gast

Rezepte ist ja genau mein Thema 😉 Ich liebe Tiramisu, habe es aber mit Bratäpfeln noch nie ausprobiert. Tolles Rezept 🙂

Melanie
Gast

Vielen Dank für das super Rezept.
Das werde ich bestimmt bald probieren.
Liebe Grüße
Melanie

Christina
Gast

Hallo Biggi,
dieses Tiramisu ist ja schon „waffenscheinpflichtig“ lecker… das werde ich unbedingt einmal ausprobieren und der Schuss Amaretto muss da unbedingt mit rein 🙂