Maison Malou…. plaudert aus dem Nähkästchen

Maison Malou.  Diesen Namen haben wir unserem ganz privaten Zuhause gegeben. Unser Haus – Maison Malou – ist sozusagen unser Herz. Der Dreh und Angelpunkt unserer Familie. Unsere Wurzel. Ich möchte Dir erzählen, wie – und warum – maison malou eigentlich geboren wurde.

Mein Leben vor maison malou

Nach meinem Studium, aber vor meiner Familienzeit war ich im Vertrieb einer Juwelenmanufaktur und habe weltweit Kunden besucht. Zu Zeiten vor Internet & co. war das damals auch noch ziemlich spannend und aufregend, denn die Welt war nicht so „rund-um-globalisiert“ und wenn man in ein anderes Land reiste, dann war es dort einfach anders als Zuhause. Basta. Dazu musste man gar nicht mal in entlegende Ecken am anderen Ende der Welt reisen.

machen wir eine kleine Zeitreise…

Mein Diplom – ganz klassisch, BWL mit Schwerpunkt Vertrieb und Marketing – hielt ich 1991 glücklich und stolz in meinen Händen. Also noch im letzten Jahrtausend …

Anfang der 90iger gab es noch keinen Euro, ich musste mit meinen Kollektionen für den Zoll ein Carnet abfertigen… Nach Hause telefonieren aus dem Ausland war damals noch verdammt teuer und emails gab es auch noch nicht. Manchmal schickte ich aus dem Hotel ein Fax nach Hause à la  „lebe noch … und freue mich auf daheim“… Mehr Kontakt gab es nicht. Fotos von unterwegs gab es erst viele Wochen später zu sehen. Und solange mussten meine Familie und meine Freunde einfach darauf vertrauen, dass es mir gut geht.

Das hört sich für heutige Verhältnisse sehr unkomfortabel an, hatte aber den Vorteil, dass ich mich auf diese Länder und Menschen WIRKLICH einlassen musste. So gerne ich unterwegs war – ich hatte auch sehr oft Heimweh.

Allerdings hatte ich auch die tollsten Kunden!!! Meine Kunden zeigten mir stolz die schönsten Orte und landestypischen Spezialitäten. So eine fast familiäre Vertrautheit findet man heute eigentlich fast gar nicht mehr. Als 1995 unser Sohn geboren wurde, gab es Päckchen aus allen Ecken der Welt…

Job und Familie verbinden?!?

Zu damaliger Zeit war klar – das ist definitiv kein Job, den man mit Kind machen kann. Heute vielleicht. Aber nicht 1995. So blieb ich erstmal Zuhause und unterstützte statt dessen meinen Schwiegervater und meinen Mann im Familienbetrieb. Mein Schwiegervater hatte expandiert und inzwischen eine Polstermöbelproduktion mit ungefähr 35 Mitarbeitern in der Produktion.

1998 wurde unsere Tochter geboren und komplettierte unsere Familie. Wir lebten zu dieser Zeit in einem Fertighaus… und nicht nur mir ging es gesundheitlich immer schlechter. Gefühlt waren meine Kinder so ziemlich gegen alles empfindlich und/oder allergisch. So konnte es auf keinen Fall bleiben.

Ein Urlaub in meinem geliebten Dänemark – während meiner vorherigen Berufstätigkeit war Skandinavien eines meiner Hauptreisegebiete – machte uns allen klar: wir brauchten ein natürlicheres Zuhause, damit es uns allen gut geht. Gesündere Materialien. Eine andere Ernährung. Klamotten, die unsere Haut nicht reizte. Kurzum – ein anderes Leben!

Zurück aus dem Urlaub misteten wir als erstes die Küche aus und beschränkten uns auf zunächst wenige Lebensmittel und dann bauten wir unser Nest … ein komplett ökologisches Blockhaus.

Maison Malou entsteht

Ein Haus hat eine Seele und braucht einen Namen. Das stand für mich IMMER fest auch, dass es ein französischer Name sein wird. Denn schon während der Planungsphase zeigte sich, dass wir zwar ein finnisches Blockhaus bauen…. aber mit einem durch und durch französischen Ambiente 😉

Maison Malou.
Den Namen verdankt das Haus unseren Kindern Max & Louisa.

Das Bauen eines Blockhauses…

Ein Blockhaus zu planen und zu bauen war – neben der Geburt meiner Kinder – so ziemlich das Schönste, was ich in meinem Leben bis dahin so gemacht hatte. So nach und nach werde ich Dir hier an dieser Stelle etwas über gesunde Baumaterialien erzählen und wie ein Blockhaus entsteht.

Genauso wie ich in diesem Blog unterschiedliche Lebensgefühle vorstellen möchte – als Kontrast zum globalisierten Einheitsbrei. Und wie wir insgesamt unser Leben um die Jahrtausendwende – soweit es uns möglich war – revolutioniert haben. Als Inspiration, denn ich kann auch hier schon verraten – nach dem Umzug ging es uns gesundheitlich allen wieder gut.

Nun kann und will nicht jeder ein Blockhaus bauen. Aber man kann – auch in Mietwohnungen! – einzelne Teilbereiche anschauen und sich überlegen, wie man das eigene Wohngefühl verbessern kann. Ein Zuhause ist wie die Haut… eine Hülle. Und sie muss passen.

Wie Innen so Außen…

Wenn Deine Hülle – Dein Zuhause, Deine Haut – nicht zu Dir passt, dann wird sich das immer auf Deine Gesundheit auswirken. Wie und wo willst Du dann auftanken?!? Wenn Du aber Wohnraum um Dich hast, in dem Du Dich so richtig wohlfühlst, dann kannst Du ziemlich viel wegstecken.

Im Laufe der Jahre lebten mit uns Katzen, Hasen, unsere Berner Sennenhündin Bonny… und wir pflegten 11 Jahre lang meine schwer demente Mum bei uns in der Familie.  

Tiere und Allergikerkinder?!? Ja, dachte ich auch mal… und auch die Kinderärztin zog damals nur entrüstet ihre Augenbrauen hoch. Mein schönstes Kompliment habe ich vor kurzem von meinem Sohn bekommen… er studiert Medizin und ich musste doch sehr schmunzeln, als er meinte „du Mama – also irgendwie waren alle meine Freunde als Kinder Allergiker und sie durften auch ganz viele Sachen nicht essen und mussten stattdessen jede Menge Medikamente schlucken  … du hast es mit uns schon gut getroffen – wir waren nie so krank“…

Fortsetzung „wie puzzle ich ein Blockhaus zusammen“ folgt…

Du willst mehr über unseren Lebensstil wissen?!?

… dann schau doch mal bei Kulinarisches nach unseren Lieblingsrezepten.

# WERBUNG

In unserem Onlineshop Wohn Sinnlich – Wohnen mit allen Sinnen haben wir eine kleine und feine Kollektion zusammengestellt. Produkte, die es auch in unserem Haushalt gibt, bzw. die in unserer Manufaktur Jourdan gefertigt werden.

4
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
2 Kommentar Themen
2 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
3 Kommentatoren
JuBiggiArmgard Müller-Kicherer Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Ju
Gast

Wow, das nenn ich mal einen faszinierenden Intro-Artikel… Ich bin zwar sehr glücklich wo ich wohne, aber trotzdem könnt ich glatt neidisch werden! Ich freu mich auf weitere Geschichten 🙂 <3

Armgard Müller-Kicherer
Gast

Gefällt mir gut, bin schon auf die Fortsetzung, in der Du erzählst, was Ihr um die Jahrhundertwende gemacht habt, gespannt! Bitte nicht so lange mit der Fortsetzung warten…